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2011

Jenaer Hundeverein DSH 1908 zeigt Erziehung durch Spiel

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  • Sabine Winter und Airedale-Terrier Joe, Liane Bienert mit Hovawart Quito, Sandra Zmorek mit Sky, Christel Dausel mit dem Riesenschnauzer Franz und Anna Mohring mit dem Malinois Gero (v.l.) treffen sich jeden Samstag auf dem Hundesportplatz. Foto: Anne Zeuner
Gespannt sitzt Quito neben Frauchen und wartet auf ein Kommando. Liane Bienert wirft eine sogenannte Beißwurst über eine Hürde und ruft "Hol!" Jetzt geht es los für den Hovawart.
Jena. Einmal gebellt, Anlauf genommen und schwupps über die Hürde, das Spielzeug holen. Einmal im Maul, bringt Quito es zu Frauchen zurück und setzt sich neben sie. Nun wird damit gespielt. Als Belohnung.

Es ist Samstag, 14 Uhr, auf dem Vereinsgelände des Jenaer Vereins DSH 1908 - des Deutschen Schäferhundevereins in der Nähe der Ringwiese. Jeden Samstag treffen sich hier 15 bis 20 der insgesamt 27 Mitglieder des Vereins, um mit ihren Hunden zu trainieren. Aber man trifft hier nicht etwa nur auf Schäferhunde - von Hundedame Quenn, einer deutschen Dogge und somit der größten Hunderasse, bis hin zum kleineren Sky, einem Mischlingsrüden - treffen die verschiedensten Hundecharaktere aufeinander.
Ziel der Menschen-Hunde-Duos sind das Ablegen einer Prüfung und die Teilnahme an Wettbewerben. "Der erste Schritt nach der Welpenstunde sind die Begleithundprüfung und der Teamtest", sagt die Vorsitzende des Vereins, Sabine Winter. Der Teamtest sei noch etwas freier, man müsse kein Mitglied sein, um diese Ausbildung zu machen. Die ersten Lernziele seien: Sitz-, Platz-, und Bleib-Übungen. Auch das Laufen an der Leine und das Verhalten in einer Gruppe werden geübt. Entscheidet sich der Hundefreund für die Begleithundprüfung, wird schon etwas genauer hingeschaut, ob die Kommandos sitzen.


Es ist der Einstieg in den Gebrauchshundesport. Und im Jenaer DSH konnten schon einige Erfolge gefeiert werden. Anna Mohring etwa war schon dreimal mit Hundedame Brenda bei den Jugendmeisterschaften dabei. Ihr Vater Mario Mohring agiert als Trainer auf dem Hundesportplatz. Er beobachtet die Kommandos der Hundeführer und gibt Tipps, wenn der Hund kleine Fehler macht. Belohnt werden die felligen Freunde mit Spielen. "Das fördert die Bindung zwischen Hund und Mensch", sagt Sabine Winter. Mit Futter und Leckerli könne man Welpen gut locken, aber die meisten älteren Hunde freuen sich mehr über das gemeinsame Herumtoben mit Frauchen oder Herrchen. Dem Hund macht das Training Spaß. "Er wird dabei geistig gefördert", sagt Sabine Winter.


Auch eine Welpenstunde für Hunde zwischen neun Wochen und einem dreiviertel Jahr bietet der Verein an. Hier stehen das Spielen und das "Beschnüffeln" im Vordergrund. Die Hunde treffen zum ersten Mal auf andere Rassen. Sabine Winter wünscht sich, dass auch Besitzer von kleineren Hunderassen die Welpenstunden mehr nutzen.

So ein Training der fortgeschrittenen Hunde könne schon einmal bis zum Abend dauern. Auf dem Platz trainieren stets zwei Hunde gleichzeitig. Einer muss im Hintergrund frei liegen bleiben, der andere übt Kommandos. Der Rest der Hunde wartet in Boxen auf seinen Einsatz. Die Herrchen und Frauchen stehen in einem bunten Haufen am Rand, beobachten das Geschehen und tauschen sich aus. So ein Hund verbindet eben. Viele sind schon seit Jahrzehnten dabei, so etwa die fast 80-jährige Christa Pein. Leider gibt es in den letzten Jahren wenig Nachwuchs. Sabine Winter würde sich wünschen, dass in Zukunft mehr Jugendliche und Kinder mit ihren Hunden Spaß an der Ausbildung finden würden, sagt sie.

Mit etwa acht Jahren gehen die Hunde in "Rente". Dann eigne sich etwa das Fährtenlesen, wofür es auch Wettbewerbe gibt. "Das kann bis ins hohe Hundealter gemacht werden."


Anne Zeuner / 24.10.11 / TLZ


2010

Nach einigen Jahren der "Abstinenz" war unser Verein am vergangenen Samstag mal wieder in den Lokalteilen der TLZ und OTZ vertrete
n.

Für alle Interessierten Leser, hier der komplette Artikel:

Eine große Runde ist auch gut für Herrchen

Der beste Freund des Menschen ist und bleibt der Hund - erst recht wenn er so treu dreinschauen kann. Fotos (3): tlz/Lutz Prager Jena. (tlz) Spitze Stehohren, gestreckte Schnauze; vom Wesen her ausgeglichen, selbstsicher, aufmerksam und gutartig - so soll der Deutsche Schäferhund sein.

Die dreijährige Aika kommt diesem Ideal ziemlich nahe. Ausgelassen tobt die Hündin auf dem verschneiten Übungsgelände des Hundesportvereins "DSH 1908 Jena" am Rande der Ringwiese umher. Jaqueline und Maik Rzymski holten sich das Energiebündel 2007 als Welpen nach Hause.

"Wir hatten vorher schon 13 Jahre einen Münsterländer, aber die Aufzucht eines Welpen ist eben doch etwas anderes. Da gibt es tausend Fragen", sagt die Verkäuferin. Antworten fand das Ehepaar im Hundesportverein bei erfahrenen Haltern. Die Rzymskis blieben und gehören heute zum festen Kern der 29 Mitglieder zählenden Hobby-Gemeinschaft.

Neben dem Spaß beim Training mit den Tieren jeden Dienstag (16.30 Uhr) und Sonnabend (13.30 Uhr), schätzen die Mitglieder das familiäre Vereinsleben. Mehrmals im Jahr fahren die Jenaer Hundesportler zu Wettkämpfen - Lagerfeuerromantik beim Camping inklusive.

Dass neben der Geselligkeit der Sport nicht zu kurz kommt, unterstreicht die Pokalsammlung im Vereinsheim. In den vergangenen drei Jahren haben die Saalestädter immer wieder Tickets zur Deutschen Meisterschaft gelöst, was bei vier maximal möglichen Startern des ostdeutschen Verbandes SGSV allein schon ein Erfolg ist. Die 18-jährige Anna Mohring holte 2007 den Deutschen Jugendmeistertitel und 2008 die Vizemeisterschaft. In der Erwachsenenklasse ging Uwe Reil (50) 2008 und 2009 an den Start, und Jürgen Schwanke vertrat die Jenaer Farben im vergangenen Jahr bei den Fährtenhundemeisterschaften.

Der Deutsche Schäferhund als Namensgeber des Vereins spielt heute allerdings nur noch eine untergeordnete Rolle. Sein belgischer Verwandter ist im DSH 1908 Jena die dominierende Rasse. "Der Deutsche Schäferhund hat durch Überzüchtung viel von seiner Leistungsfähigkeit verloren und leidet vermehrt an Hüftkrankheiten", erklärt Vereinsvorsitzende Sabine Winter den Wandel. Die Rettungsassistentin und zweifache Mutter hält zu Hause zwei englische Airdale Terrier, eine Hündin und einen Rüden. "Wir sind für alle Rassen offen. Auch Mischlinge sind bei uns gern gesehen", so die Vorsitzende.

Erstmals bietet der Verein in diesem Jahr einen Anfängerkurs an, der am 23. Januar um 10 Uhr startet. "In zehn Unterrichtseinheiten lernen Halter und Hund alle wichtigen Grundkommandos", sagt Maik Rzymski.

Zeit muss man für einen Vierbeiner in jedem Fall haben. Schäferhunde wie Aika wollen einmal am Tag eine große Runde laufen. Das dauert mindestens eine Stunde und ist gut für die Figur des Herrchens, weiß Maik Rzymski. Seine Frau schätzt am Hund die gute Laune: "Da kann man noch so kaputt von der Arbeit kommen. Aika empfängt mich immer freundlich."


08.01.2010 Von Lutz Prager










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